Fiordland und Queenstown

Nach dem äußersten, wilden Süden bin ich jetzt wieder in Richtung Norden unterwegs. Es sollte also auch wieder etwas wärmer werden? Vom touristischen Te Anau aus bin ich ins Herz des Fiordland Nationalparks, Milford Sound, gefahren. Die Gegend ist mit 200 Regentagen im Jahr nicht gerade sonnenverwoehnt. Aber genau dieses Glück hatten ich und Christoph aus Ulm, den ich auf der Strecke getroffen habe. Er ist für 7 Monate hier. Zwischendurch arbeitet er immer wieder mal auf einer Farm oder hilft gegen Unterkunft und Verpflegung bei der Obsternte. Nennt sich "Woofen", und hilft wohl auch dabei,  den staatlichen Mindestlohn von 13,50 Dollar zu umschiffen. Christoph ist mit Bergstiefeln und sogar einer Angel ausgerüstet.  Beides kann man in der Gegend gut gebrauchen - wenn man möchte! Die Flüsse sind fischreich und Berge gibt's zuhauf. Erinnert ein bisschen ans Allgäu. Nur die Gletscher reichen bis auf 1.500 Metern hinab. 

Gestern war ich auf der sehr abgelegenen Piste  nach Queenstown unterwegs.  120 Kilometer, 90 davon Piste, also Schotter. Ausser Schafen und ein paar Rindern gibt's da nix. Nur wunderbare Landschaft! Und das im Ueberfluss. Am Schluss des Tages bin ich dann mit einem alten Kohledampfschiff nach Queenstown übergesetzt  und schau mir heute die Stadt an. Ach ja, meine Sachen abstauben sollte ich vielleicht auch noch.

Sitze hier im Starbucks beim Kaffee. Ein Long Black kostet 5 Dollar. Weiß immer noch nicht genau, was das ist!? Der Americano kommt aus der Maschine und der Long Black wird gebrueht - so hat es mir die nette Verkäuferin den Unterschied erklärt!?

Es ist noch recht früh am Morgen. Schon um 7 Uhr laufen alle mit riesigen Rucksäcken herum. Kommt mir vor wie eine touristische, alpine Mobilmachung. Schauen alle etwas gestresst aus. Sollten sich und ihrem Gesicht vielleicht ein wenig Ferien gönnen 😜. Das werde ich jetzt tun!

Also - macht's es Guat und liebe Grüße, Euer Ulli

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